Schwacher FVU-Auftritt in Freistett

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SV Freistett I – FV Unterharmersbach I 2:0 (1:0)
Eine verdiente 0:2-Niederlage fing sich der FVU am Sonntag beim Landesliga-Absteiger aus Freistett ein. Verdient deshalb, weil der FVU nahezu alles vermissen ließ, was es braucht um ein Spiel in der Bezirksliga zu gewinnen.
Der FVU ging zwar mit einigen angeschlagenen Akteuren ins Spiel, hatte aber eine personell gute Mannschaft auf dem Feld. Lediglich Erwin Buchmiller, Philip Geppert (beide krank) und Patrick Ben-Aissa (privat verhindert) mussten ersetzt werden.
Erfreulich aus FVU-Sicht war, dass Mittelfeldakteur Marius Schütze, der zweieinhalb Jahre nach seiner schweren Knieverletzung erstmals wieder in der Startelf stand und am Ende bester FVU-Akteur sein sollte.
In der Anfangsviertelstunde waren die Gastgeber die spielbestimmende Elf, auch weil der FVU im Spiel nach vorne zu hektisch agierte und zu viele Bälle einfach wieder verlor. Nach gut zwanzig Minuten kam der FVU dann etwas besser im Spiel. Eine flache Hereingabe von Marius Schütze flog an Freund und Feind vorbei und strich knapp am langen Pfosten des Freistetter Tores vorbei. Ein Freistoß von Mittelfeldmann Marvin Totzke wurde eigentlich harmlos abgefälscht, doch der Ball wäre SVF-Keeper Buss beinahe unter dem Körper durchgerutscht. Die dickste Chance hatte allerdings Spielmacher Jens Alender der sich frei vor dem Tor den Ball aber zu weit vorlegte und so war die große Chance dahin. Die Gastgeber, die in der Offensive deutlich mehr Tempo zu bieten hatten, wurden vor allem durch den starken Angreifer Houha gefährlich. FVU-Keeper Dirk Haase rettete in der 36. Minute bravourös im Eins-Gegen-Eins gegen den schnellen Angreifer der Gastgeber. Kurz vor der Pause allerdings fiel die nicht unverdiente Führung für Freistett als Houha eine gute Flanke per Kopf zur Führung für Freistett verwertete (43.). Mit diesem Spielstand ging es in die Halbzeitpause.
Der FVU nahm sich in Halbzeit zwei viel vor, trat in der zweiten Halbzeit auch etwas forscher auf, tat sich aber weiterhin schwer klare Torchancen zu erspielen. Es mangelte einfach an spielerischen Elementen und oft auch an der letzten Konsequenz in den Zweikämpfen. Nach einer Flanke von Stefan Schwarz hatte Innenverteidiger Michael Schwarz eine gute Gelegenheit per Kopf, doch das Timing beim Kopfball stimmte nicht, sodass der Ball über das Tor der Gastgeber flog. Freistett lauerte in Halbzeit zwei vor allem auf Konter, wusste im Offensivspiel aber auch nicht unbedingt zu überzeugen. Defensiv standen die Rheinauer aber sehr gut sortiert und ließen die sonst so gefährliche FVU-Offensive nicht zur Entfaltung kommen. Fast schon symptomatisch aus FVU-Sicht fiel der zweite Treffer für Freistett, als Abwehrmann Hagen den zu weit vor dem Tor stehenden FVU-Keeper Dirk Haase mit einem Freistoß aus 35 Metern überraschte und zur Entscheidung traf (87.). Das Spiel war nun entschieden, auch wenn David Bühler in der Nachspielzeit einen Schuss noch knapp neben das Tor setzte und es am Ende bei einer verdienten FVU-Niederlage blieb.
Fazit: Nach nur einem Punkt aus den letzten drei Partien muss sich der FVU in der Tabelle nun ganz klar nach unten orientieren, denn die Abstiegsplätze rücken immer näher. Eine Leistung wie in Freistett reicht einfach nicht aus um in einer ausgeglichenen Bezirksliga punkten zu können. Die Mannschaft steht nun in der Pflicht in den beiden Spielen vor der Winterpause ein ganz anderes Gesicht zu zeigen um noch den ein oder anderen Punkt ergattern zu können. Beim kommenden Auswärtsspiel beim Tabellenzweiten in Seelbach und im Heimspiel gegen Haslach warten auf die Eichhorn-Truppe allerdings unangenehme Gegner. Im FVU-Lager muss man sich diesen Herausforderungen nun stellen und alles in die Waagschale werfen um ggf. nicht auf einem möglichen Abstiegsplatz überwintern zu müssen.